Casa Angel in der Presse
Casa Angel: Das spanische Restaurant in Hamburg
Hamburger Abendblatt (24. Juni 2004)
Das pure kulinarische Vergnügen

Szene Hamburg (Sommer 2003)
ESSEN + TRINKEN
Hamburger Abendblatt (Mai 2003)
Kurz & Wahr
BILD (März 2003)
Restaurant-Test
OXMOX
Der Restaurantführer 2003/2004
Szene Hamburg 2002/2003
Hamburgs großer Gastro-Guide
Schöner essen
"Laden Sie doch mal zu Tapas ein"
Schöner essen
"Oper statt Ouvertüre"
Hamburger Abendblatt
"Best of Angel"
Welt am Sonntag
"Leckerbissen für Gourmets [...]"
Welt am Sonntag
"Geheimtipp für spanische Küche"



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Hamburger Abendblatt (Juni 2004)
Das pure kulinarische Vergnügen

Sommermenü im Casa Angel: Drei Gänge gibt es für 18 Euro. Auf den Tisch kommt spanische Küche vom Feinsten

Das Haus des Engels besitzt eine schlichte Fassade. Kein Schmuck, kein Schnörkel, nichts. Achtlos könnte man daran vorbeifahren, an der Hausnummer 41 in der Barmbeker Humboldtstraße. Es ist die Adresse des Casa Angel. Wem das spanisch vorkommt, der liegt goldrichtig: Im Casa Angel wird spanisches Essen auf einem Niveau gekocht, das äußerst selten zu finden ist in den iberischen Restaurants der Hansestadt.

Das Geheimnis der Küche ist einfach. "Pur", sagt Angel Barroso und lächelt. "Und kastilisch." Kastilien ist die Heimat Barrosos, der seit Juni 1990 mit Herzblut und Engagement sein kleines Restaurant betreibt. Der Sachverwalter des kulinarischen Purismus heißt Pedro Bahamonde, ist gerade einmal 25 Jahre alt und besitzt seit Januar die Lufthoheit über den Töpfen in der Küche des Casa Angel. Pedro stammt aus dem nordspanischen La Coruña, seit 1996 lebt er in Deutschland und hat sein Handwerk im Harburger Hotel Lindtner gelernt. Zehn Köche waren sie da und zehn Auszubildende. Diese Lehrjahre haben Pedros Philosophie geformt: "Ich koche mit deutschem Kopf und spanischem Herzen." Auch Pedro liebt es pur, ohne selbstverliebte Spielereien.

Den Gästen - 35 Esser finden im Casa Angel Platz - kanns nur recht sein. Der Loup de Mer vom Grill ist ist wunderbar zart (14,50 Euro), das Lammkarree in Knoblauch und Rioja zergeht auf der Zunge (16,40 Euro), und die Entradas, die spanischen Vorspeisen, sind eine kleine Sünde wert: Champiñones rellenos etwa, gefüllt mit Schinken (dem herrlich würzigen Pata negra oder Serrano), Basilikum und Pinienkernen (6 Euro), oder der gegrillte grüne Spargel (6 Euro) oder die Patatas arrugadas, mal keine kastilische Spezialität, sondern eine kanarische - Runzelkartoffeln mit einer scharfen Soße (4,50 Euro).
Kein florierendes Restaurant ohne neue Ideen. Deshalb haben sich Angel und Pedro ein dreigängiges Sommermenü für den geldbörsenfreundlichen Preis von 18 Euro ausgedacht. Bis Ende Juli servieren sie wahlweise Salatherzen mit Dijonsenfsoße, Paprika aus Navarra und Anchovis als Vorspeise, gefolgt von Lammschulter in Rioja geschmort oder gefüllte Champignons zum Auftakt mit Zanderfilet in Senf-Zitronensoße als Hauptgang. Zum süßen Finale gibts jeweils Flan, die traditionelle spanische Creme Caramel. Ein frischer Sauvignon oder ein kräftiger Roter aus Ribera del Deuro machen den Genuss komplett.

Und wer mit einem himmlisch weichen Cardenal Mendoza den Abend ausklingen lässt, kommt wieder. Garantiert . . .

erschienen am 24. Juni 2004 in Genuss

VOLKER ALBERS
Besitzer Angel Barroso und Koch Pedro vom Casa Angel




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Szene Hamburg (Sommer 2003)
ESSEN + TRINKEN

Casa Angel

Wer (viel) zu spät kommt, den bestraft das Leben. Zum Beispiel dadurch, dass der reservierte Tisch anderweitig vergeben wurde.
Doch Aberglaube ist dem"Casa Angel" fremd - wie der künstlerisch zerbrochene Spiegel an der Wand beweist. Und so fühlt man sich am Ende großzügig belohnt statt gestraft.
Die atmosphärische und kulinarische Qualität seines Restaurante verbirgt der Spanier allerdings geschickt hinter einem mäßig einladenden Neonschild und wächsernem Grünzeug im Fenster.
Alles nur ein Trick, um Unwissende fernzuhalten! Eingeweihte betreten unbeirrt die Schwelle, halten dem prüfenden Blick von Namensgeber Angel Barroso stand und stürzen sich dann auf die Speisekarte.
Tomaten-Steinbutt-Suppe oder Datteln im Speckmantel (7 Euro)? Alles wunderbar. Die in Knoblauch brutzelnden Garnelen (11,50 Euro) bleiben aber unschlagbar.
Der Kellner rät, zu den Rinderfilet-Medaillons (14,60 Euro) die eigentlich dem Rumpsteak zugedachte Krebssauce zu versuchen.
Nach einer vorsichtig gekosteten Gabel ist man ihm für alle Zeiten hörig geworden. Ob Rind oder Fisch (Zanderfilet vom Grill, 14 Euro), Rot- oder Weißwein (Marques de Riscal Rueda, 15,90 Euro) Flan oder Queso: Wer das "Casa Angel" verlässt, tut es mit dem zufriedenen Lächeln eines Sancho Pansa.

fo




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Hamburger Abendblatt (Mai 2003)
Kurz & Wahr

Wie es sich für Seefahrer gehört, beherrschen die Spanier das Hafengebiet, aber der König dieser Küche residiert seit 1990 dort, wo es gar kein Wasser gibt - am Einkaufszentrum Hamburger Straße: Angel, der Wirt des Casa Angel (Humboldtstraße 41, T. 227 88 73), feiert im Juni seinen Geburtstag, und wie jedes Jahr zu diesem Anlass macht er seinen Gästen den ganzen Monat lang eine besondere Freude.
Zum Jubelpreis von 16,90 Euro serviert Angel zuerst Salatherzen in Dijonsenf mit Paprika und Anchovis, danach Datteln im Speckmantel und Kroketten und als Hauptgang aus dem Ofen eine Lammschulter in Rioja-Wein mit Gemüse; auf diesem Niveau kostet allein dieses Gericht woanders 17 Euro.
Ach, wenn Angel doch nur jeden Monat Geburtstag hätte! (kopf)




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BILD (März 2003)
Klassenmampf
Der Restaurant-Test in BILD

Casa Angel
Humboldstrasse 41

Wenn ich meiner Begleiterin sage, dass wir in die Humboldstrasse gehen, dann Japst vor Freude, denn dort kaufe ich ihr In einem Großhandel manchmal ein Döschen Kaviar aus Russland, oder ich spendiere ihr einen Abend im „Casa Angel“: Sogar die Superköche von der Elbchausse kommen oft in dieses Restaurant, um die Spezialitäten des Wirts zu probieren.
Angel heißt er, und jeder Gast bestellt, was er vorschlägt – so wird die Mahlzeit zur Fiesta.
Der Küchenchef macht keinen Tüdelkram, er kocht geradeaus und hat ein feines Händchen.
Diesmal wählten wir den Vorspeisenteller (9,50 Euro) und Pulpo (8,50 Euro) danach das Rippensteak vom Rind (15,50 Euro) und die Königsdorade (15 Euro), die mir so gut schmeckte, dass ich später noch den Loup de mer aß, weil Angel meinte, die beiden Fische seien sich ebenbürtig.
Service und Küche erinnern uns eher an Madrid als an Barcelona; unter den Weinen war noch nie ein Versager, unser Roter, ein 95er La Mancha, hatte die Stärke von zwei Stieren und trotzdem die Anmut eines Zigeunermädchens (20,20 Euro die Flasche).
Draußen fiel der Aprilschnee, aber die Flocken machten einen Bogen ums „Casa Angel“.

Telefon 227 88 73
geöffnet Mo.-Fr. 12-15 und
18-23 Uhr, Sa. nur abends.

von Uwe Kopf




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OXMOX
Der Restaurantführer 2003/2004

Wer ein paar Euro mehr zur Verfügung hat und sich gern geschmacklich an seinen letzten Spanienurlaub zurück erinnern möchte, sollte sich von Angel Barroso bestens beraten und verwöhnen lassen.
Ob Lammschulter, einen Lubina (der König der spanischen Fische) oder gegrilltes Spanferkel - bei ihm kann man gar nicht falsch liegen.
Einer der besten Spanier in Hamburg.

Preisklasse ****
Essen und Trinken ****
Service ****
Atmosphäre ****




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Szene Hamburg 2002/2003
Hamburgs großer Gastro-Guide
Casa Angel

Beim Betreten dieses Restaurants wird sofort klar: Hier ist es gelungen, ein authentisch spanisches Lokal zu schaffen, ohne Kitsch.
Hielte man sich die Ohren zu, um die deutsche Sprache der Stammkunden nicht zu hören, könnte man sich im Restaurant einer spanischen Großstadt wähnen.
Der Anblick und die Düfte stimmen genau. Auf den Rat des Hausherren Angel ist Verlass.
Er empfahl uns als Vorspeisen Salatkerne mit Sardellen (6,50 Euro), Bechamelkroketten mit Stockfisch (10,05 Euro) und noch einige kleine gegrillte Sardellen (5,50 Euro).
Ein unvergessliches Erlebnis: Da sitzen drei Spanier in Hamburg, beinahe am Nordpol, und erleben Geschmacksnuancen, wie sie sie aus den besten Tapas-Bars von Barcelona und Madrid kennen.
Die Sardellen sind, wie sie sein müssen: knusprig von außen, saftig von innen.
Nicht weniger begeistert waren wir von den Pimentos de Padron.
Für uns ist es ein kleines Wunder, diese galizische Delikatesse hier zu bekommen.
Dazu genehmigten wir uns guten spanischen Sherry (3 Euro das Glas) sowie katalanischen Sekt (5 Euro das Glas).
Als Hauptgericht genossen wir frischen Lubina (18,50 Euro), den König der spanischen Fische.
Ein Weißwein der Sorte Rueda (18,50 Euro) begleitete den Fisch exzellent.
Die Weinkarte ist nicht sehr umfangreich, hat aber ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.
Der Eindruck der authentischen Küche verließ uns nicht, selbst die Crema catalana schmeckte wie zu Hause (5 Euro).

von JordiBotoiRodriguez




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Schöner essen
Laden Sie doch mal zu Tapas ein

Ich habe einen Bruder, der ist ein großer Tapas-Fan.
Tapas - viele von Ihnen, liebe Leser, werden sie kennen - sind diese berühmten spanischen Vorspeisen, die man nie vergißt, wenn man sie erst einmal in Spanien probiert hat (kommen gleich nach Flamenco).
Und als mein Bruder kürzlich ausgerechnet an seinem Geburtstag im Krankenhaus sein mußte, hatte ich die Idee, für ihn und seine Besucher dort ein Tapas-Essen zu organisieren.
Eigentlich wollte ich selber kochen, aber wie immer war meine Zeit zu knapp, und passende Rezepte waren nur schwer zu finden.
So beschloß ich, die Tapas aus meinem spanischen Lieblingsrestaurant Casa Angel zu holen.
Senor Angel war anfangs nicht so begeistert, denn aus Zeit- und Personalmangel bietet er grundsätzlich keine Außer-Haus-Küche an.
Als ich ihm aber von meinem kranken Bruder erzählte, siegte sein gutes Herz, und er machte eine Ausnahme.
Die Idee wurde ein Riesenerfolg – die Tapas ließen uns alle die nüchterne Krankenhausumgebung vergessen.
Das inspirierte mich natürlich auch fürs Heft: Gleich am nächsten Tag bat ich die schöner essen-Köche, Tapas Rezepte zu entwickeln, die nicht nur sehr gut schmecken, sondern auch leicht vorzubereiten sind.
Damit jeder von Ihnen in den Genuß eines solchen Tapas Festes kommen kann – auch wenn er keinen Angel in seiner Nähe hat.

von Angelika Jahr




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Schöner essen
Oper statt Ouvertüre

Der Spanier genießt Tapas zum Aperitif vor dem Essen. Als Ouvertüre sozusagen.
Wir finden, das wird den spanischen Miniaturen nicht gerecht.
Die Tapas in der Casa Angel zumindest taugen zur großen Oper. Nicht zur Vorspeise, sondern zum ausgedehnten Essen.
Von Gang zu Gang steigert sich der Patron Angel Barroso bei der Zubereitung: zarte Tintenfischscheiben mit Meersalz und Paprika serviert er, Sandmuscheln in würziger Sauce, knusprige Stockfisch-Beignets oder Sardellen auf Salatherzen und Paprika.
Ein ganzes Tapa-Menü für 45 Mark bekommen Sie in dem kleinen Hamburger Restaurant - bis der letzte Gast den Löffel streckt.
Schöner kann spanische Küche gar nicht sein. Und netter kann auch ein Wirt nicht sein.




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Hamburger Abendblatt
Best of Angel

Als Angel Barraso im vorigen Jahr seine schönsten Kreationen zu einem Top-Menü zusammen fasste, war nach Ablauf der Aktion die Trauer groß: Gäste, die die Gelegenheit verpasst hatten, krochen weinend ums Meson Castellano („Casa Angel“) um noch in den Genuß dieser außergewöhnlichen Speisenfolge zu gelangen, aber vergebens – Angels Herz blieb hart wie Stein.
Jetzt, ein Jahr später, ließ er sich erweichen und legt seine Klassiker zum Top Preis neu auf.
Es beginnt mit den unnachahmlichen zarten Chipirones in pikantem Tomatensud suchterzeugend wie eh. Als zweiten Gang serviert der Padron feine, in Eihülle gebratene Filets vom St. Pierre mit Ensaladilla russa.
Nach dieser finessenreichen Vorspeise kommt der Hauptgang daher: geschmorte Lammschulter im Rioja-Sud mit frischen Gemüsen umlegt.
Beim Dessert greift der Koch zum Schneidbrenner und überzieht Vanillecreme mit einer leckeren Krokantkruste - Crema Catalana nennt sich das Resultat.
Der Preis ist wie im Vorjahr eine Occasion: 37,50 Mark sind für den Reigen der Köstlichkeiten zu berappen.
Aber Achtung: Am 30. September ist Schluß




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Welt am Sonntag
Leckerbissen für Gourmets: Eiderstedter Osterlämmer

(...) Lammfleisch ganz anderer Provenienz gibt es dagegen im Restaurant "Meson Castellano", Hamburgs feinstem Spanier in der Humboldtstraße: Hier werden die Milchlämmer der rot- und schwarzköpfigen Maneche-Schafe serviert, die bis in den November hinein auf den Bergwiesen der spanischen Pyrenäenseite und im französischen Baskenland weiden.
Die Lämmer kommen bereits Ende Januar und im Februar zur Welt und erreichen im März die richtige Größe und den optimalen Geschmack.
„Das sind eindeutig die besten Lämmer der Welt", strahlt Besitzer Angel Barosso.
Es ist nicht nur Nationalstolz eines Südeuropäers, der da aus ihm spricht. Das Fleisch dieser Tiere ist wirklich von einer unglaublichen Zartheit.
Ich habe bei ihm kürzlich eine Lammschulter gegessen. Dabei konnte man das Fleisch problemlos mit den Fingern vom Knochen lösen, und es zerging wie Butter auf der Zunge.
Barosso schmort die Schulter besonders vorsichtig und langsam auf niedriger Temperatur und serviert sie in seinen österlichen Menüs. Man kann sie aber auch als Abschluß einer speziellen „Tapas Fantasia" mit spanischen Spezialitäten kosten.
Seine originellen Tapas erfreuen sich wachsender Beliebtheit.
Vermitteln sie sich doch eine Vorstellung von der Vielfalt der hierzulande meist verkannten spanischen Kochkunst: Garnelen mit Pimentos, Sobrasda aus Mallorca, Thunfischtartar, frittierte Sardinen.
Empfehlenswert sind aber auch Tortillas mit Shrims, überbackener Ziegenkäse, Blutwurst (Morcilla) aus Burgos mit Feigensenf, Chipirones, Garnelen auf Stockfisch-Kartoffelcreme, Tintenfisch mit Pilzen, Tomaten und Chorizo oder Seeteufel mit grünem Spargel.
Die Lämmer gibt es leider nur eine ganz kurze Zeit in dieser herausragendenen Qualität. (...)

von Mario Scheuermann




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Welt am Sonntag
„Meson Castellano“ (Casa Angel) – Geheimtip für spanische Küche

An der Mundsburg betreibt Angel Barrosa ein Restaurant, das bei Liebhabern der spanischen Küche als Geheimtip gilt: das „Meson Castellano“ (Casa Angel).
Seine Speisen sind zwar etwas teurer als in den meisten anderen Lokalen, die behaupten, spanische Küche anzubieten. Dafür schmecken Barrosas Gerichte um Klassen besser.
Neben der normalen Weinkarte führt er Edeltropfen wie Pesquera Riserva oder den legendären Vega Sicilia.
Eine gepflegte Auswahl an Montecristo-Zigarren runden das perfekte Angebot ab.
Das Meson Castellano ist klein: Es bietet an acht Tischen und einigen Barplätzen rund 30 Gästen Platz.
Das Ambiente ist gutbürgerlich: dunkles Holz, cremefarbene Wände, dazu blaßblaue Tischwäsche.
Der Chef kümmert sich, assistiert von einem jungen Kellner, persönlich um die Bestellungen und den Service.
Barrosa verwendet nur erstklassige Rohprodukte, die einfach zubereitet werden. Steht zum Beispiel Kaisergranat auf der Speisekarte, dann wird er auf den Punkt gegrillt serviert.
Oder der Schinken, bei dem es sich um den echten „pata negra" von wilden Schweinen handelt. Er schmeckt unvergleichlich würzig.
Für eine Auswahl seiner Vorspeisen, darunter kleine Tintenfische im Tontopf, Gambas mit Fettucini, frittierte Sardellen und knusprige kleine Kroketten gefüllt mit einer Bechamelsauce und Schinken, berechnet Barrosa zwischen 25 und 30 Mark.
Selten habe ich ein so köstliches Spanferkel gegessen wie dort: Unter der knusprigen Haut zartes, rosafarbenes Fleisch, das sich mit der Gabel vom Knochen lösen ließ.
Barrosa verwendet nur Ferkel mit einem Gewicht zwischen sechs und acht Kilogramm. Die Auswahl der Fische reicht vom Seehecht über den Steinbutt bis zu Lotte.
Der Loup de Mer in Zitronensauce ist ein Musterbeispiel für eine einfache, naturbelassene und daher schmackhafte Küche, in der für modische Verfremdungen kein Platz ist.

von Mario Scheuermann


 

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